Die wichtigste japanische Grammatik
Japanisch

Die wichtigste japanische Grammatik

Japan ist ein wunderschönes Land, das sich auf jeden Fall lohnt zumindest einmal im Leben zu besuchen. Die Kultur der Japaner ist hochinteressant, denn einerseits ist das Land reich an Traditionen. Andererseits ist es ein wichtiges Zentrum von neuen Technologien, wo Alt und Neu perfekt zusammenspielen. Außerdem haben verschiedene Einflüsse, zum Beispiel von China oder auch dem Westen, die japanische Kultur bereichert. Um eine Kultur richtig verstehen zu können, muss man sich bei der Sprache auskennen.

In diesem Artikel werden wir Grundlagen der japanischen Grammatik auf einfache Weise erklären, einschließlich einfache japanische Sätze und japanische Personalpronomen.

Welches ist die wichtigste japanische Grammatik zum Anfangen?

japanische Grammatik

Zwar ist Japanisch für Deutschsprachige nicht so einfach zu lernen wie zum Beispiel Französisch, aber das sollte dich nicht abhalten. Denn diese Sprache gibt dir einen guten Einblick in diese faszinierende japanische Kultur. Und es macht sehr viel Spaß, Japanisch zu lernen. Du fragst dich jetzt vielleicht, wo du denn anfangen sollst. Anfangs ist es gut, wenn man sich mit der Grammatik auseinandersetzt. Denn die Grammatik bildet die Bausteine einer Sprache. Wenn du diese beherrscht, kannst du anfangen, Sätze zu bilden und Unterhaltungen zu führen.

Bevor wir uns aber Hals über Kopf in die Grammatik der japanischen Sprache stürzen, sollten wir zuerst über die japanische Schrift sprechen. Diese besteht aus zwei Silbenschriften und Kanji. Bezüglich der Silbenschriften gibt es zum einen Hiragana und zum anderen Katakana. Die Zeichen selbst werden Kana genannt. Weder Hiragana noch Katakana haben eine Bedeutung, denn sie stellen nur Laute dar. Das ist genau wie bei unserem deutschen Alphabet. Hingegen sind Kanji chinesische Zeichen, die etwas bedeuten. Während Katakana und Hiragana aus je 46 Zeichen bestehen, gibt es über 2000 Kanji Zeichen, die man im Alltag benutzt. Darüber hinaus gibt es weitere symbolische Elemente.

Wenn man eine neue Sprache richtig lernen möchte, sollte man sie so lernen, wie man sie den Kindern in der Schule beibringt. In Bezug auf Japanisch heißt das, dass man sich zuerst mit den Hiragana beschäftigen sollte. Denn diese werden japanischen Kindern in der Grundschule beigebracht.

Hiragana

Falls du dich jetzt fragst, warum wir mit Hiragana beginnen, das liegt daran, dass Hiragana für grammatische Ausdrücke verwendet wird. Wenn wir also die japanische Grammatik lernen wollen, müssen wir zuerst Hiragana lernen. Hiragana sind 46 Silben oder Buchstaben, Kana genannt, die aus runden Zeichen bestehen. Im Gegensatz dazu werden Katakana mit eckigen Zeichen beschrieben. Dementsprechend ist es also einfach, die beiden voneinander zu unterscheiden. Damit du die beiden vergleichen kannst, führen wir hier die Vokale in Hiragana und Katakana an.

Deutscher Vokal Hiragana Katakana
a
e
i
o
u

Abgesehen davon, dass die beiden Alphabete unterschiedliche Zeichen haben, werden sie auch verschieden verwendet. Hiragana werden für grammatikalische Ausdrücke und Wörter, die kein Kanji haben, benutzt. Währenddessen werden Katakana für Lehnwörter, mitunter sogar aus dem Deutschen, verwendet. Hiragana besteht aus fünf Vokalen und neun Silbengruppen.

Weil es sich bei diesen Zeichen um Silben handelt, gibt es keine einzelnen Konsonanten. Diese gibt es nur als Gruppe mit den Vokalen. Zum Beispiel ka, ki, ku, ke und ko. Außer dem “r” werden all anderen Konsonanten in diesen Gruppen ähnlich oder gleich wie im Deutschen ausgesprochen. Das “r” hingegen wird stimmlos ausgesprochen und es klingt daher eher wie ein “l”.

Partikel

Nachdem du das Hiragana gelernt hast, kannst du dich auf die grammatikalischen Grundelemente der japanischen Sprache konzentrieren. Diese Grundelemente sind Partikel und Endungen. Weil die restliche Grammatik auf diese beiden Elemente aufbaut, ist es sinnvoll, dass du mit diesen beginnst.

Im Gegensatz zu Endungen sind Partikel kleine Grammatikworte, die am Ende eines Wortes angehängt werden. Dadurch geben sie dem Wort eine Funktion. Demzufolge werden Partikel verwendet, um ein Nomen als Subjekt, Objekt, Ziel oder Ursprung zu kennzeichnen. Damit sind diese Partikel im Deutschen mit Präpositionen und Fällen vergleichbar. Zum Beispiel das Verhältniswort “nach” im Deutschen, markiert ein Wort als ein Ziel. In dem Satz “Ich gehe nach oben”, zeigt es, dass “oben” ein Ziel ist. Genauso funktioniert es auch im Japanischen. Aber anstatt einer Präposition wird dem Wort ein Partikel angehängt. Im Fall von “nach” wäre es der Partikel “ni” (に). Zum Beispiel “Ich werde nach Japan gehen” heißt auf Japanisch “nihon ni ikimasu” (日本に行きます).

Dafür wird dieser Partikel immer in derselben Reihenfolge verwendet, nämlich Hauptwort – ni – Verb. Übrigens werden in der japanischen Schrift keine Leerzeichen gemacht oder nur selten. Genauso funktioniert es mit Partikeln, die einen Fall anzeigen. Zum Beispiel der Partikel “o” (を) entspricht dem deutschen Akkusativ. Also in dem Satz “Ich werde Bier trinken” ist das Bier im vierten Fall, da es das Objekt ist. Dementsprechend wird der Satz im Japanischen zu “biru o nomimasu” ( ビールを飲みます). Die Reihenfolge ist dabei Hauptwort – o – Verb. Wenn du einmal die Verwendung der Partikel verstanden hast, hast du einen großen Schritt in Richtung Japanisch sprechen gemacht.

Endungen

Genauso wie auch in anderen Sprachen, wie zum Beispiel Französisch, haben in der japanischen Grammatik Verben und Adjektive Endungen. An diesen Endungen kann man sehr viel erkennen. Denn sie zeigen zum Beispiel die Zeitform an. Außerdem kann man an der Endung auch sehen, ob es eine Höflichkeitsform ist, oder ob ein Satz negiert wird. Demzufolge ist es sehr wichtig, dass man diese Endungen kennt. Zum Beispiel negiert man etwas, indem man die Endung “nai” (ない) anhängt. Ebenso wird einem Verbstamm eine Endung angehängt, um zum Beispiel das Perfekt zu bilden. Dabei ist die Endung für diese Zeitform “mashita” (ました). Nehmen wir zum Beispiel das Wort “miru” (見る) (zu Deutsch sehen). Weil der Stamm des Verbs “mi” (見) ist, wird es im Perfekt zu “mimashita” (見ました).

Ebenfalls interessante und wichtige Endungen sind jene, die zur Anrede verwendet werden. Zum Beispiel ist “san” (さん) das Suffix für die neutrale Anrede für Erwachsene die sich nicht kennen oder im Berufsleben. Man könnte sagen, es entspricht dem deutschen “Herr/Frau”. Allerdings wird es nicht nur in Verbindung mit dem Nachnamen verwendet, sondern auch mit dem Beruf. Wenn du also Japanisch lernen möchtest, ist es notwendig, dass du die Endungen beherrschst.

Andere wichtige grammatikalische Regeln

Abgesehen von Endungen und Partikeln, ist es auch wichtig zu wissen, wie der Satzaufbau funktioniert. Genauso wie im Deutschen gibt es in einem japanischen Satz immer ein Subjekt, Verb und Objekt. Die Satzformel lautet normalerweise Subjekt – Objekt – Verb. Allerdings wird das Subjekt oft weggelassen. Denn im Japanischen geht man davon aus, dass man es aus der Situation erkennen kann. Außerdem kann man manchmal auch das Objekt und sogar das Verb weglassen. Die Reihenfolge kann sich ändern, zum Beispiel bei einer Frage. Genauso wie im Deutschen auch.

Im Gegensatz zum Deutschen gibt es im Japanischen allerdings keine Personalpronomen. Demzufolge gibt es im Japanischen kein Wort für “ich/du/er/sie”. Allerdings gibt es Wendungen, die man als japanische Personalpronomen ansehen kann. So kann “watakushi” (私), was auf Deutsch “privat” heißt, als “ich” angesehen werden. Darüber hinaus gibt es auch noch verkürzte Formen dieses Wortes, die in weniger höflichen Situationen verwendet werden können. Zum Beispiel gibt es “watashi” oder “atashi”. Wo im Deutschen Personalpronomen nötig sind, werden diese im Japanischen einfach weggelassen. Stattdessen werden Hilfsverben benutzt, die die Richtung anzeigen. Außerdem kann man aus dem Kontext erlesen, um wen es geht.

Japanische Sätze zum Anfangen

Japanische Sätze zum Anfangen

Nachdem wir dir nun einen Überblick über die Grundelemente der Grammatik gegeben haben, zeigen wir dir einige einfache japanische Sätze.

Japanisch Aussprache Deutsch
こんにちは Konnichiwa Guten Tag
こんばんはす Konbanwa Guten Abend
おげんきですか O genki desu ka? Wie geht es Ihnen?
げんきです. (Name der Person) は? O genki desu. (Name der Person) san ha? Gut, danke und Ihnen?
わたしは …. です Watashi ha …. desu. Ich heiße…
すみません Sumimasen Entschuldigung
ありがとう Arigato Vielen Dank
いいえ けつこうです Iie, kekko desu. Nein Danke
はい hai Ja
いいえ lie Nein
さようなら Sayonara Auf Wiedersehen

 

Wie einfach ist es, Japanisch zu lernen?

Obwohl es auf den ersten Blick eine schwere Sprache zum Lernen scheint, ist das Japanisch   einfacher, als man denkt. Zum einen ist Japanisch, anders als Chinesisch, auf Silben aufgebaut. Das macht die Aussprache relativ einfach für Deutschsprachige. Außerdem gibt es im Japanischen auch keine Laute, die dir schwer fallen werden. Darüber hinaus ist die japanische Grammatik sehr ähnlich zur Deutschen, da musst du also nicht allzu viel Neues lernen. Zudem gibt es im Japanischen auch keine Verbkonjugationen. Da musst du also nur eine Form lernen. Zwar musst du noch Vokabeln lernen, aber das musst du ja sowieso in jeder Sprache.

Genauso wie mit den Zeitformen, da gibt es nämlich nur eine Gegenwart und eine Vergangenheit. Alles andere wird mithilfe von Partikeln geregelt. Darum ist das alles ganz einfach! Aber dennoch ist es am besten, wenn man Japanisch mit einem Sprachlehrer lernt. Such dir jetzt deinen Japanisch-Lehrer auf der Sprachplattform italki selbst aus. Da wird Japanisch lernen zum Kinderspiel.

Falls du jetzt mehr über Japanisch wissen möchtest, lies unseren Artikel über die Schwierigkeiten der japanischen Aussprache.

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