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Indische Traditionen

Indische Traditionen

Das magische Indien ist ein Land voller außergewöhnlicher Traditionen und Bräuche, die wir als Deutsche so nicht kennen. Die traditionelle Kleidung, der Sari, ist nur ein Beispiel davon. Die reiche Kultur Indiens spiegelt sich nicht nur in Festen wider, sondern auch im täglichen Leben. Es gibt einige Regeln, die man kennen sollte, wenn man Indien bereisen will. Auch wenn du die indische Sprache, Hindi, lernen willst, solltest du die wichtigsten indischen Traditionen kennen. Damit zeigst du Respekt für dein Gegenüber und du lernst die Sprache noch besser verstehen.

In diesem Artikel zeigen wir dir die wichtigsten Traditionen Indiens, von Bräuchen auf Hochzeiten bis hin zu faszinierenden indischen Ritualen.

Welche Bräuche gibt es in Indien?

Zuallererst solltest du ein paar indische Regeln kennen, die im täglichen Leben wichtig sind und auf die du achten solltest, um Inder nicht zu beleidigen.

Linke Hand

Die linke Hand wird in Indien nicht benutzt, weder zum Essen noch zum Händeschütteln. Sie wird ausschließlich für hygienische Zwecke verwendet und gilt daher als unrein. Inder essen also mit der rechten Hand und das solltest du auch so machen, wenn du dich im Land befindest. Dasselbe gilt für Begrüßungen, dafür sollte man ebenfalls die rechte und nicht die linke Hand verwenden.

Öffentlichen Zärtlichkeiten

Das zur Schau Stellen von Zärtlichkeiten in der Öffentlichkeit, ist in Indien nicht gerne gesehen. Auch wenn du als verliebtes Pärchen im Indienurlaub gerne händchenhaltend durch die Straßen spazieren möchtest, solltest du das lieber unterlassen. Öffentliche Zärtlichkeiten, darunter auch Küssen, werden in Indien verpönt. Das mag nicht einfach sein, wenn man daran gewöhnt ist, seine Zuneigung zum Partner jederzeit und überall zum Ausdruck bringen zu können. Aus Respekt vor Land und Leute, solltest du dich aber unbedingt daran halten.

Mit Fingern oder Füßen auf andere zeigen

In Indien sitzt man traditionellerweise viel im Schneidersitz. Dabei sind die Beine angewinkelt und die Füße zeigen zu dir. Was du auf keinen Fall tun solltest, ist die Beine ausstrecken. Die Fußsohlen dem Gegenüber entgegen zu strecken, wird als äußerst unhöflich angesehen. Auch mit dem ausgestreckten Finger auf jemanden zu zeigen, gilt als respektlos. Beides solltest du also vermeiden.

Indische Sitten und Traditionen

Neben Verhaltensregeln, gibt es auch indische Traditionen, die du wahrscheinliche bereits kennst und die wir als typisch Indisch ansehen. Was aber genau hinter den folgenden kulturellen Sitten steckt, wissen wir oft nicht. Darum bringen wir dir einige dieser Traditionen näher.

Henna

Die kunstvolle Körperbemalung wird eigentlich Mehndi oder Mehendi genannt. In Europa kennen wir diese indische Körperkunst allerdings als Henna. Henna ist der offizielle Name der Farbe, die für die Körperbemalung und auch als Haarfärbemittel verwendet wird. Sie wird aus einer Pflanze, dem Hennastrauch gewonnen. Mit der Henna-Farbe werden dann nach alter Tradition die Hände, Arme, Füße und Zehen verziert.

Der kulturelle Brauch des Mehndi oder Mehendi ist Tradition bei indischen Hochzeiten. Zu diesem Anlass erhält die Braut eine Hennabemalung auf Händen, Handgelenken und Füßen. Aber auch bei anderen Festen, wie z.B. dem hinduistischen Neujahrsfest Diwali, kommt Henna zum Einsatz und verziert unterschiedliche Körperstellen.

Bindi

Ein Bindi ist ein aufgemalter Punkt auf der Stirn, genauer gesagt zwischen den Augenbrauen. Aus dem indischen übersetzt heißt Bindi Tropfen, was auf seine Form zurückzuführen ist und es symbolisiert das dritte Auge. Der rote Punkt wird von indischen Frauen und Kindern getragen und kommt meist nach einer hinduistischen Zeremonie, wie zum Beispiel einer Hochzeit, zum Einsatz. Das moderne Bindi muss nicht immer aufgemalt sein, sondern kann auch aufgeklebt werden.

Indische Traditionen

Schuhe ausziehen

Bevor man in Indien ein Haus oder einen Tempel betritt, werden die Schuhe ausgezogen. Schuhe, die draußen getragen werden, werden nach indischer Tradition als unrein angesehen. Genau das sind sie ja auch, da an ihnen Straßenstaub und Schmutz haftet. In welchen Gebäuden es noch gewünscht ist, dass man die Schuhe vor dem Eintreten auszieht, ist an den vielen Schuhen vor der Tür zu erkennen. Als Reisender solltest du dich immer an diesen indischen Brauch halten.

Heilige Kuh

Die Kuh gilt als heiliges Tier im Hinduismus und wird aus religiösen sowie kulturellen Gründen verehrt. Inder essen daher auch kein Rindfleisch. In manchen Teilen Indiens ist die heilige Kuh selbst vor dem Schlachter geschützt. Kuhprodukte, wie Milch oder Joghurt, sind allerdings wichtig für das tägliche Leben in Indien. Man nennt sie auch die heiligen Gaben.

Die Kuh verkörpert eine indische Göttin und gilt als Symbol für Lebenserhaltung. Aufgrund ihres besonderen Status, sieht man in Indien viele Kühe ungestört auf der Straße rumlaufen und oft behindern sie dort auch den Verkehr.

Traditionelle, indische Kleidung

Das äußere Erscheinungsbild ist den Indern wichtig. Sie versuchen daher immer gepflegt aufzutreten und saubere Kleidung zu tragen. Außerdem gibt es einige Kleidungsvorschriften, vor allem für Frauen. Um keine Aufmerksamkeit zu erregen, sollten sie immer Beine und Schultern vollständig bedecken. Das gilt insbesondere für heilige Stätten und religiöse Einrichtungen.

Traditionelle, indische Kleidung für Frauen ist ein Sari. Dieses Kleidungsstück besteht aus einem Stück Stoff, das bis zu 9 Metern lang sein kann. Der Sari wird kunstvoll um den Körper gewickelt und bedeckt damit nicht nur die wichtigen Körperstellen, wie Schultern und Beine, sondern kann auch über den Kopf geschlungen werden und als Schutz gegen die Sonne dienen.

Indische Männer tragen ebenfalls traditionelle Kleidung, die aus einer langen Hose und einer Art Tunika bestehen. Das auffälligste und wohl bekannteste Kleidungsstück für einen indischen Mann, ist allerdings der Turban. Der sogenannte Pagri dient nicht nur als Kopfschmuck, sondern kann je nach Größe, Farbe oder Art des Bindens, Aufschluss über die jeweilige Herkunft oder Religion des Mannes geben.

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