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Arbeiten in Japan: das muss man wissen – Hilfreiche Tipps

Arbeiten in Japan: das muss man wissen - Hilfreiche Tipps

In Japan zu arbeiten, bedeutet, direkt in eine faszinierende Kultur einzutauchen, die Tradition, Religion und die moderne Zeit miteinander vereint. Arbeit hat einen sehr hohen Stellenwert in Japan und der Umgang mit den Kollegen wird dein Leben prägen, wenn du in Japan arbeitest. Deshalb findest du hier einige Tipps, die dir bei der Vorbereitung helfen.

Dass die japanische Sprache auf jeden Fall dazu gehört, vor allem weil viele Japaner nicht gut Englisch sprechen, versteht sich von selbst. Deshalb findest du auch zum Japanisch lernen in diesem Beitrag hilfreiche Ideen.

Welche Traditionen gibt es in Japan?

Neben den bekanntesten Traditionen, der Teezeremonie und dem gemeinsamen Besuch eines Badehauses, über die du sicher schon gelesen hast, gibt es viele schöne und sehr feierliche Traditionen in Japan. Viele der japanischen Bräuche sind von Glauben und Aberglauben inspiriert und haben einen religiösen Hintergrund. Shinto und Buddhismus sind die beiden großen Religionen Japans.

Der Shintoismus beinhaltet den Glauben an viele verschiedene Götter und auch an die Geister der Vorfahren, deshalb spricht man von einer polytheistischen Religion. Es gibt überall buddhistische Tempel und Shinto-Schreine und nicht selten findet man die Stätten beider Religionen direkt nebeneinander. Die meisten Japaner fühlen sich auch beiden Religionen verbunden.

Beispiele für japanische Bräuche

So sieht man zum Beispiel überall kleine Glücksbringer, Daruma genannt. Japaner kaufen die kleinen rundlichen Figuren mit filigran aufgepinselten Gesichtern in einem Tempel. Die Augen des Daruma sind am Anfang noch weiß und leer, und wer ein Daruma sein eigen nennt oder verschenkt, malt nur ein Auge auf. Das symbolisiert den Fokus auf ein Ziel, welches mit Hilfe des Glücks erreicht werden soll. Ist das Ziel irgendwann erreicht, wird das zweite Auge aufgemalt und das Daruma wieder in den Tempel gebracht.

Auch das Glücks-Horoskop „omikuji“ gehört zur japanischen Tradition. Vor vielen Tempeln und Schreinen können kleine bedruckte Zettelchen mit Glücksbotschaften erworben werden. Verheißt die Botschaft großes Glück, nimmt man den Zettel mit. Ist die Prognose nicht so gut, lässt man ihn im Tempel an einem eigens dafür aufgestellten Baum.

Welche Feste werden in Japan gefeiert?

Auch wenn es in Japan vergleichsweise wenige Urlaubstage gibt und dazu noch lange Arbeitstage, genießen die Japaner ganze 16 gesetzliche Feiertage! Sie alle aufzuführen, würde hier den Rahmen sprengen, aber die wichtigen seien kurz beschrieben.
Seit in Japan der gregorianische Kalender gilt, wie bei uns in Europa, hat das Neujahrsfest eine große Bedeutung.

Die Familie isst gemeinsam, jede Speise hat eine besondere Bedeutung. Der Besuch bei einem Shinto-Schrein steht unbedingt auf dem Programm, und wenn um Mitternacht die Glocke erklingt, wirft jeder kleine Geldmünzen in eine dafür aufgestellte Kiste. Auch die Tage nach Neujahr sind Feiertage, viele Firmen machen Betriebsferien, Geschäfte bleiben geschlossen und überall ist Papierschmuck zu sehen, der das jeweils neue Tier des Tierkreiszeichens symbolisiert.

Das nächste große Fest im Kalender ist gleich eine Folge von Feiertagen, die „Goldene Woche“. Hier folgen vier wichtige Feiertage vom 29. April bis zum 4. Mai aufeinander und jeder Japaner versucht, in dieser Woche frei zu bekommen. Der Frühling ist da, das Wetter ist meist gut und wenn die Feiertage sehr günstig liegen, kann sich die goldene Woche sogar noch um ein paar Tage verlängern. Denn wenn in Japan ein gesetzlicher Feiertag auf einen Sonntag fällt, ist der Montag automatisch arbeitsfrei.

Ein drittes recht großes und wichtiges Fest ist Obon im Sommer, das Fest der Ahnen. Ursprünglich ein buddhistisches Fest, sind diese drei Tage inzwischen vor allem eine Zeit der Familie, an dem sich auch im Diesseits alle versuchen, zu treffen. Es gibt prachtvolle Tanzdarbietungen und am dritten Tag werden die traditionellen Toro-nagashi Laternen schwimmen gelassen.

Arbeiten in Japan: das muss man wissen - Hilfreiche Tipps

Worauf sollte man achten in Japan?

Die Japaner sind sehr höflich und es gibt viele soziale Gepflogenheiten. So wirst du beim Erlernen der Sprache auch die verschiedenen Anrede-Formen lernen, die dem Gegenüber Respekt bezeugen. Es lohnt sich unbedingt, dich ausführlich zu informieren, bevor du deinen ersten Arbeitstag beginnst. Natürlich sind Japaner Fremden gegenüber höflich und tolerant, aber je mehr Fettnäpfchen du vermeidest, desto leichter wird der Einstieg sein. So ist es beispielsweise absolut verpönt, öffentlich zu niesen oder sich die Nase zu putzen – dafür zieht man sich auf die Toilette zurück.

Aber Obacht: bist du in einem privaten Haushalt, hast du ja ohnehin beim Betreten der Wohnung deine Schuhe ausgezogen und wahrscheinlich gegen Hausschuhe getauscht. Vor dem Betreten der Toilette wechselst du nun erneut die Schuhe, es sollte extra dafür ein Paar bereitstehen. Auch bei deinem Gastgeschenk könntest du einiges falsch, aber auch alles richtig machen – mit ein wenig Vorbereitung. Gewöhne dir außerdem an, genau zu beobachten und nicht vorschnell zu reagieren. So lernst du von den Menschen um dich herum ganz automatisch.

Wie viel Japanisch sprechen?

Im Mittelpunkt jeder Begegnung steht natürlich die Sprache. Um in Japan zu arbeiten, solltestdu also auf jeden Fall Japanisch lernen. Wie viel Japanisch du mindestens lernen solltest? So viel wie möglich, ist die klare Antwort. Nutze dafür alle Möglichkeiten, die sich dir bieten und integriere die neue Sprache möglichst überall in deinen Alltag. Höre japanische Musik, nutze Sprachlern-Apps und sieh dir japanische Filme an. Suche dir Videos zu Themen, die dich interessieren, nutze die Untertitel und gewöhne dein Ohr an den Klang. Übe die Schriftzeichen, indem du die Dinge in deiner Wohnung japanisch beschriftest!

So lernst du gleichzeitig Vokabeln und das Alphabet. Trage dir die japanischen Feiertage in deinen Kalender ein und lies etwas über die Tradition. Wichtig für deinen Lernerfolg ist vor allem die Regelmäßigkeit – versuche jeden Tag ein bisschen Japanisch zu üben.

Lernen mit eigenem Lehrer

Grade weil die neue Sprache so fremd ist und du ja auch ein ganz neues Schriftsystem lernen willst, ist es eine gute Idee, dir einen persönlichen Japanisch-Lehrer oder eine Lehrerin zu suchen. Das funktioniert ganz unkompliziert online und die Vorteile liegen auf der Hand: dein Gegenüber stellt sich ganz auf dich ein, hilft dir sowohl bei Artikulation und Betonung der neuen Worte als auch beim Schreiben und Lesen. Das alles passiert in deinem Tempo und genau so, wie du es brauchst.

Da du mit einem Muttersprachler arbeitest, lernst du genau die oben beschriebenen Gepflogenheiten ganz nebenbei mit. Bei italki findest du erfahrene japanische Lehrer und -Lehrerinnen und kannst in einer vergünstigten Probestunde herausfinden, ob ihr gut zusammen arbeiten könnt. Dann stimmt ihr eure Termine ab und los geht es mit deinem persönlichen Lehrer. Der direkte Kontakt ist ein effektiver Weg zum Japanisch lernen und die Chancen stehen gut, dass es dir auch noch richtig Spaß machen wird. So kannst du gut vorbereitet deinen neuen Job in Japan beginnen!

Wenn dir dieser Artikel gefallen hat, kannst du hier weiter lesen: Wie bildet man einen Satz auf Japanisch?

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