Japanisch

Wie heißen die japanischen Schriftzeichen

Wie heißen die japanischen Schriftzeichen

Einfache Frage – längere Antwort, denn die Japaner kombinieren drei unterschiedliche Alphabete miteinander und ergänzen diese noch mit Ziffern und Buchstaben aus der lateinischen Schrift, die wir benutzen. Jeder Japaner beherrscht die zwei Silbenpakete Hiragana und Katakana sowie Kanji, die chinesischen Schriftzeichen. Romaji wird die lateinische Schrift genannt, die häufig in Marketing und Werbung zu finden ist.

Sicher verstehst du nun, warum Japanisch häufig als das komplizierteste Schriftsystem der Welt angesehen wird. Trotzdem kann jeder es erlernen, und um dir den Zugang zu der Welt der japanischen Schriftzeichen zu erleichtern, haben wir in diesem Beitrag ein paar interessante Fakten für dich gesammelt.

Mit Kanji fing alles an

Etwa im 4. Jahrhundert unserer Zeitrechnung gab es in Japan noch keine eigene Schrift. Über Korea fanden die chinesischen Schriftzeichen Kanji den Weg nach Japan und wurden dort angepasst. Kanji werden auch als Logogramme oder Piktogramme bezeichnet, denn jedes Zeichen steht als Symbol für ein Wort, beispielsweise Baum, Haus oder Fluss. Viele Kanji sind sehr kleinteilig, denn sie setzen sich aus mehreren Worten zusammen. So bedeutet das Zeichen für Frau kombiniert mit dem Zeichen für Haus das Wort Frieden. Es gibt weit über 50.000 Kanji aber die gute Nachricht ist: Um im Alltag klarzukommen, brauchst du sie längst nicht alle. Einen Standardsatz von 2.136 Zeichen lernt jeder Japaner in der Schule.

Welche Zeichen zuerst lernen

Lass dich nicht entmutigen, weil sich die über 2.000 Kanji wie der Fuji, der höchste Berg Japans, vor dir auftürmen und unüberwindbar scheinen. Dein Weg in die Welt der japanischen Schrift kann mit den Kana beginnen, den beiden phonetischen Schriftsystemen Hiragana und Katakana. Sie wurden im 9. Jahrhundert zur Vereinfachung der Kanji entwickelt und jedes Zeichen steht nur für eine Silbe oder einen Laut – genau wie unser Alphabet.

Hiragana und Katakana enthalten reduzierte Bestandteile aus den Kanji, aber du wirst auf den ersten Blick feststellen, dass sie viel klarer und einfacher aussehen.

Beginne mit Hiragana oder Katakana

Japanische Schulkinder lernen zuerst die Hiragana, ein Alphabet aus eher rundlich-geschwungenen Zeichen. Die Katakana sehen für unser ungeübtes Auge noch einfacher und klarer aus. Sie bestehen aus überwiegend geraden Linien, sind spitz und eckig geformt. Jedes der beiden Alphabete umfasst 46 Grundzeichen plus einige Variationen. Interessant für dich zu wissen: Vor knapp tausend Jahren, als diese beiden Schriftsysteme entstanden, wurden Hiragana überwiegend von Frauen und eher im Privaten benutzt, während Katakana die Schrift für offizielle Dokumente war. Heute ist Hiragana die am häufigsten verwendete Schriftform in Japan. Zum Beispiel werden Untertitel in Filmen meist in Hiragana dargestellt und auch japanische Vokabeln überwiegend in diesem Alphabet geschrieben. Für Fremdworte, die zum Beispiel aus dem Englischen kommen, für wissenschaftliche Begriffe oder Eigennamen werden hingegen Katakana genutzt.

Fazit: Willst du Japanisch lernen, brauchst du auf jeden Fall alle drei Schriftzeichen. Einen schnellen ersten Lese-Erfolg wirst du wahrscheinlich mit Hiragana erleben.

Lass dir beim Lernen helfen

Japanisch ist eine klare und vokalreiche Sprache und bietet dir den Zugang zu einer faszinierenden Kultur. Du bist motiviert, sie zu erlernen und hast dir schon Material wie Bücher, Lernvideos oder eine App gesucht. Vielleicht bist du auch Manga- und Anime-Fan oder hast sogar japanische Freunde? Dann lass dir auf jeden Fall von ihnen helfen! Gerade beim Lernen der verschiedenen japanischen Schriftzeichen macht das gemeinsame Üben mehr Spaß und du kannst auch gleich deine Aussprache verbessern. Wenn regelmäßiges Üben nicht deine größte Stärke ist, suche dir am besten einen persönlichen

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Hello, ich bin als Autor bei italki tätig. Ich interessiere mich dafür, Fremdsprachen zu lernen, und Tipps & Tricks beim Lernen zusammenzufassen.

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